Montag, 22. Mai 2006

Bürgerinitiative gegen Munitionstests in der Eifel

Darius 14.08 Uhr Filed under: Natur und soSegnungen des Kapitalismus

Unter stop-mecar.eu kann man eine Online-Petition gegen privatwirtschaftliche Munitionstests auf dem Gelände des Lagers Elsenborn in der belgischen Eifel unterzeichnen.

Ich persönlich würde befürworten, dass das ganze Militär aus der Eifel verschwindet (Vogelsang sei nur der Anfang!), aber die zunehmende Verquickung von Privatwirtschaft und Militär ist ja ein besonders drängendes Problem. In Elsenborn (auf der »belgischen Seite von Kalterherberg«), das ja im Deutsch-Belgischen Naturpark liegt, soll die US-Firma Mecar die Möglichkeit erhalten, auf einer eigenen Anlage Munition zu testen. Die Bürgerini richtet sich aber nicht allein gegen Mecar, sondern gegen jede privatwirtschaftlich-militärische Nutzung.

Dienstag, 4. April 2006

Riesiger Andrang bei Bürgerini gegen B258n-Süd

Darius 22.21 Uhr Filed under: Natur und so

Stoppt die B258n!Das heutige Treffen der Bürgerini gegen die Bundesstraße 258n-Süd (Ortsumgehung Kornelimünster/Brand als Zubringer zur Autobahn 44) war ein riesiger Erfolg. Der Saal war mehr als überfüllt, bestimmt 300 Leute drängten sich schon vor Beginn der Versammlung in den Raum, viele sind vermutlich gar nicht mehr reingekommen. Und das waren wohl im Prinzip ausnahmslos GegnerInnen des Bauvorhabens. Mitten durch die schönen Hügellandschaften bei Kornelimünster würde eine zusätzliche dicke Straße gelegt, die natürlich x Millionen kosten würde (man denke allein daran, was für Talbrücken teilweise nötig würden) und gegen die erhebliche Umweltbedenken bestehen (mehrere betroffene Naturschutzgebiete) und die laut Gutachten nichtmal nennenswert Entlastung für die umgangenen Orte brächte. Für den ländlicheren Aachener Süden ist es wohl wirklich außergewöhnlich, dass überhaupt so viele Leute zu einem politischen Termin zusammenkommen.

Montag, 16. Januar 2006

Zeigt her eure Füße

Fernsehserien wie CSI sind wahrscheinlich auch deshalb relativ beliebt, weil sie das Handwerkliche der Ermittlungsarbeit betonen und dabei einen Eindruck von Realitätsnähe vermitteln wollen. Und bei so mancher Recherche gelingt es dann sogar, allgemeine Erkenntnisse zu vermitteln, die über den Zusammenhang des gespielten Kriminalfalls weit hinausweisen. Vor zwei Wochen etwa (genauer: am 4.1.) wusste eine Ermittlerin angesichts eines Knochenfundes zu berichten:

»Füße von Schweinen oder Schafen sind nicht viel anders als unsere.«

Es soll Menschen geben, die ihre eigenen Füße nur selten sehen. Mag sein, dass diese sich auch für Paarhufer halten…

Freitag, 9. Dezember 2005

Werbung und Wirklichkeit

Darius 16.26 Uhr Filed under: Natur und soSegnungen des Kapitalismus

Seit ein paar Wochen läuft im Werbefernsehen ein Spot, der offenbar für ein bestimmtes Klopapier werben soll. Gezeigt wird eine Katze, die angeblich eine Klopapierrolle abgewickelt und sich darauf schlafen gelegt hat. Das mag ja in der Werbung nett aussehen, wäre aber auch so schon lästig. Terry Pratchett wies vor Jahren bereits darauf hin, dass echte Katzen anders sind (»Echte Katzen tragen niemals Schleifen«, Droemer 1991, orig. »The unadulterated Cat«, Neuauflage offenbar unter dem Titel »Die gemeine Hauskatze«, Goldmann 2005).
Kurz nachdem besagter Werbespot zum zweiten Mal in unserem Fernsehgerät zu sehen war, folgte mein Kater – dafür gibt es eine Zeugin – dem Beispiel und rollte ebenfalls das Klopapier ab. Mein Kater ist aber definitiv ein echter Kater:

Pratchett: »Echte Katzen sind weder völlig selbstbeherrscht, noch sind sie völlig neurotisch. Sie sind beides, und zwar gleichzeitig – eben wie richtige Persönlichkeiten. Echte Katzen mögen Quiche. Und Geflügelklein. Und Butter. Und alles andere, was auf dem Tisch herumliegt, wenn sie den Eindruck haben, daß sie es ungestört genießen können. Echte Katzen hören es, wenn zwei Zimmer weiter die Kühlschranktür aufgeht.«

Mein Kater hört auch, wenn versehentlich die Küchentür nicht zugeht und ist bei dieser Gelegenheit eben erst über die Butter hergefallen. Weil er also ein echter Kater ist, hat er sich nicht niedlich hingelegt, sondern getan, wozu Klopapier da ist. Jedenfalls so ungefähr: Er hat das Papier zu einer Kloerweiterung umfunktioniert. Denn, das berichtet auch Pratchett:

»Die Katze hat der Hygiene gegenüber von jeher eine ganz ähnliche, gutgemeinte, aber ein bißchen zwiespältige Einstellung wie der Mensch. Soll heißen: Wenn man’s zudeckt, ist es nicht mehr da. Es ist nicht so wichtig, wirklich sauber zu sein. Viel wesentlicher ist es, daß jemand sieht, wie man sich zumindest bemüht. Zum Beispiel, indem man versucht, das Linoleum ins Katzenklo zu scharren.«

Sonntag, 14. August 2005

Summ summ

Darius 16.58 Uhr Filed under: Natur und so

©2005 Darius Dunker ©2005 Darius Dunker

Montag, 20. Juni 2005

Können Katzen lesen?

Darius 19.05 Uhr Filed under: Natur und so

Der Marktführer der Katzenfutterindustrie, auch bekannt für seine Schokoriegel und Reisprodukte, betreibt ein eigenes großes Forschungslabor, in dem die neuesten Leckereien für die Vierbeiner entwickelt werden. Regelmäßig ist dieses umfangreich in semischleichgeworbenen »Dokumentationen« der Privatsender kennenzulernen. Kater Twix (Name redaktionell geändert) z.B., erhält täglich zwei verschiedene Futternäpfe, deren einer gefüllt ist mit dem etablierten Markenfutter, das andere jedoch mit einer Neuentwicklung. Nach dem Mahl wird ausgewogen, welcher Speise der Kater mehr zugesprochen hat.
Ob Katzen lesen können, ist für einen Futterhersteller sicherlich weniger interessant. Offenbar weil man’s dort nicht weiß, aber den Kater in seiner Futterwahl nicht beeinflussen will, hat man die beiden Näpfe sicherheitshalber nicht beschriftet. Beide Näpfe sind völlig gleich, nur haben sie unterschiedliche Farben. Halt, wird jetzt der aufmerksame Fernsehzuschauer rufen, können Katzen die Farben nicht vielleicht unterscheiden? Auch dafür hat man vorgesorgt: die Farben werden, darauf wird ausdrücklich hingewiesen, denn man ist ja ein seriöses Labor, täglich gewechselt.

Donnerstag, 10. März 2005

Es lässt sich nicht verschweigen

Darius 18.04 Uhr Filed under: Natur und so

©2005 MymykryErstaunlich, dass ein paar Krokusse genügen, und schon sieht der Tag nicht mehr so grau aus.

Montag, 24. Januar 2005

Luchs im Garten

Darius 19.22 Uhr Filed under: Natur und so

LuchsDem Sturm vor wenigen Tagen hatte ein Baum im Tierpark nicht standhalten können. Niederbrechend riss eine große Buche auch den Zaun eines Geheges zu Boden, in dem ein Luchsweibchen mit drei männlichen Vertretern ihrer Art zu leben pflegte. Wie die Lokalpresse (AN) berichtet, nutzte die große Katzendame die Gelegenheit, das Weite zu suchen. Anwohner werden gewarnt, sich der – im Grunde allerdings harmlosen – schäferhundgroßen Katze lieber nicht zu nähern, falls diese einen Besuch im Vorgarten abstatten sollte. Die Chancen, sie wieder einzufangen scheinen jedoch nicht allzu groß. Auch mit Infrarotkameras der Feuerwehr konnte sie laut WDR bisher nicht gefunden werden.
Der Chef des Tierparks hofft, wenn die Großkatze schon nicht zu fangen sei, dass sie sich in die nicht allzu weit entfernten Eifelwälder retten könne. Im Nationalpark Eifel wird seit geraumer Zeit über die Rückkehr von Luchsen gemutmaßt, seitdem in Dahlem und bei Hellenthal Luchse gesehen wurden.
Auf dem Weg vom Tierpark in die Eifel könnte der Luchs gut in unserem Garten Rast machen, der durchaus auf der Strecke liegt. So ein Luchs lässt sich angeblich gerne etwa ein Reh pro Woche schmecken, und mein Bruder entdeckte wenige Tage vor dem Ausbruch des Luchses vier Rehe unweit seines Schlafzimmerfensters. Damit wäre das Rätsel gelöst, wer nächtens die Rosen im Garten grob abreißt und verschwinden lässt, und mit dem Luchs wäre auch das Problem zu lösen, wie die Rehe dort wieder verschwinden.
©2005 MymykrySollte der Luchs aber keines der Rehe antreffen, so würde ich ihm ein paar Dosen »Tollisan« Katzenfutter anbieten, dessen Etikett – offenbar für solche Fälle – eine Fütterungsempfehlung auch für Katzen der Gewichtsklasse 25 bis 35 Kilogramm zu nennen weiß.