Donnerstag, 17. August 2006

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Darius 18.10 Uhr Filed under: Bauhaus EuropaGeheimnisse dieser Welt

AN 17.8.2006

»Wer sind Sie?«, hatte der Mann rechts im Bild (von hinten) mich, kurz bevor dieses Foto entstand, gefragt. Wenn er sich für die Mitglieder seiner Partei interessieren würde, hätte er wohl gewusst, dass sein Gegenüber fast zehn Jahre lang die Hochschulgruppe seiner Partei quasi geleitet hatte und zeitweise deren alleiniger Landessprecher gewesen war. Vielleicht ist es auch dieses Desinteresse an den Menschen, das so viele Aachenerinnen und Aachener gegen das Bauprojekt aufbrachte, von dem sie sagen, er wolle sich damit ein Denkmal setzen.

Freitag, 4. August 2006

In Brüssel entsteht das dreimal größere Europamuseum

Darius 11.39 Uhr Filed under: Bauhaus EuropaGeheimnisse dieser Welt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Dezernentin,

in der kommenden Ratssitzung am 16. August 2006 soll der Stadtrat zu dem geplanten so genannten »Bauhaus Europa« einen Beschluss fassen. Dieses im Stadtrat zur Abstimmung stehende Projekt ist maßgeblich auf Ihr Betreiben hin bis zum derzeitigen Stand der Dinge geplant und seitens der Stadt beworben worden.
Neben den inzwischen hinlänglich bekannten Kritikpunkten (Finanzen, Konzept, Standort und Architektur), die in den vergangenen Monaten unsererseits und seitens eines Großteils der Bevölkerung vorgebracht wurden, ist ein maßgeblicher Punkt bisher weitestgehend untergegangen, der indes noch vor der Ratssitzung dringender Klärung bzw. Erklärung Ihrerseits bedarf – zwar sowohl gegenüber der Öffentlichkeit als auch gegenüber den Ratsfrauen und Ratsherren, die am 16.8. über das für den städtischen Haushalt folgenschwere Projekt abstimmen sollen.
Für das sog. »Bauhaus Europa« ist sowohl Ihrerseits als auch seitens verschiedener UnterstützerInnen des Projektes mit hochfliegenden Superlativen geworben worden: Das »Bauhaus Europa«

  • sei »einmalig«
  • »einzigartig«
  • ein »Alleinstellungsmerkmal«
  • werde »Zug- und Strahlkraft« weit über die Region hinaus, ja in ganz Europa haben
  • werde »wie ein Magnet wirken«
  • sei ein »kühnes Haus«, dergleichen »die Welt noch nicht gesehen« habe
  • sei »eine Bühne für Europa und damit für die Welt, eine Bühne für europäische und damit Weltgeschichte«

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Kühne Worte, die in Ihrer Werbepräsentation zum »Bauhaus Europa« überdies mit, wie wir meinen, kühnen Zahlen untermauert werden.
Nachzulesen in Ihrer Darstellung zur Bürgeranhörung am 2. Mai 2005 ist, dass Sie das »Bauhaus Europa« als Magneten für zusätzliche 500.000 Besucher pro Jahr dargestellt haben; inzwischen ist diese Zahl (mehr als) halbiert worden: in Ihrer Werbung für das Bauhaus ist nunmehr von zusätzlichen 200.000-300.000 Besuchern pro Jahr die Rede, und in der Ratsvorlage wird dann auch nur noch mit zusätzlich 200.000 Besuchern gerechnet. Eine Zahl, die indes in unseren Augen immer noch utopisch und illusorisch ist.
Aber wie auch immer: Dies sind kühne Worte und kühne Zahlen, mit denen Sie für das »Bauhaus Europa« die Werbetrommel rühren. Was Sie indes in dem Zusammenhang zwar nicht ganz unterschlagen, aber eher beiläufig nur einmal in einem Nebensatz erwähnt haben und was somit in der Öffentlichkeit und gewiss auch im Bewusstsein der nun zur Abstimmung aufgerufenen Ratsfrauen und -herren völlig untergegangen ist, ist, dass es mit der Einmaligkeit oder Einzigartigkeit, geschweige denn dem Alleinstellungsmerkmal und damit dann auch mit der vermeintlichen Magnetkraft des »Bauhauses Europa« nicht weit her ist.
Die Rede ist vom Musée de l’Europe in Brüssel, rund 100 km und 1 knappe Autostunde von Aachen entfernt, per Bahn demnächst in nur einer halben Stunde zu erreichen. Das von der EU gebaute Musée de l’Europe ist derzeit im Bau befindlich und soll 2007, pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum der Römischen Verträge, fertig gestellt sein. Baukosten rd. 40 Millionen Euro, jährliche Betriebskosten ca. 17 Millionen Euro. Auf einer Ausstellungsfläche von rd. 6.000 qm soll, medial aufbereitet, die europäische Geschichte bis zur Gegenwart dargestellt, für den Besucher erfahrbar werden, und das Museum soll zu einem sichtbaren Ort europäischer Selbstverständigung werden. Das Konzept wurde von Experten wie Prof. Dr. Hermann Schäfer vom Haus der Geschichte in Bonn geliefert, der auch dem Beirat des Musée angehört. Das Musée de l’Europe ist also das Original.
Was in Aachen als »Bauhaus Europa« geplant ist, ist eine verkleinerte Kopie. Hier soll auf einer Ausstellungsfläche von etwas über 2.000 qm ebenjenes Konzept, geliefert von ebenjenem Prof. Dr. Hermann Schäfer, indes Aachen-spezifisch umgesetzt und kopiert werden. Aachen-spezifisch heißt, dass im »Bauhaus Europa« die europäische Geschichte mit der Krönung Karls des Großen, also ab dem Jahr 800 beginnt.
Was also, bitte, Herr Oberbürgermeister, Frau Dezernentin, soll an dem »Bauhaus Europa« so besonders, so einmalig oder einzigartig sein, dass die Besucher nach Aachen strömen sollten, wenn sie doch das Ganze sehr viel größer und umfassender (nicht erst ab dem Jahr 800) nur einen Katzensprung von Aachen entfernt, nämlich in der Europa-Stadt Brüssel erleben können?
Da die Aachener Bürger und Bürgerinnen mit ihren Steuergeldern ja nun auch den Museumsbau in Brüssel von rd. 40 Millionen Euro und rd. 17 Millionen laufenden Betriebskosten pro Jahr mitfinanzieren, wären wir da als »gute EuropäerInnen« und als SachwalterInnen, die umsichtig mit Steuergeldern umgehen, nicht geradezu dazu aufgerufen, auch in und um Aachen dafür zu werben, das Musée de l’Europe ab 2007 zu besuchen? Statt in Aachen eine verkleinerte Kopie hinstellen zu wollen, deren Folgekosten unabsehbar sind und den städtischen Haushalt in einem nicht zu verantwortenden Ausmaße belasten werden?
Und, da wir von den Kosten sprechen, sei auch noch eine letzte Frage erlaubt: Nach den uns bisher bekannten Zahlen für die laufenden jährlichen Betriebskosten für das »Bauhaus Europa« rechnen Sie mit einer Unterdeckung von 1,9 – 2,15 Millionen Euro. Nun ist uns zu Ohren gekommen, dass diese Betriebskosten verwaltungsintern inzwischen bereits auf 3 Millionen Euro geschätzt werden. Wir möchten Sie bitten, auch dazu Stellung zu nehmen, damit die Aachener Bürger und Bürgerinnen vor dem Ratsbeschluss am 16.8. wissen, was auf Sie zukommt.

Nähere Informationen zum Musée de l’Europe finden Sie z.B. unter folgenden Links:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Frau Dezernentin, wir möchten Sie sehr bitten, zu den vorgenannten Punkten Stellung zu nehmen, auch öffentlich, da die Öffentlichkeit ein Anrecht auf diese Informationen hat.
Ist es wirklich Ihr erklärtes politisches Ziel, mit einer Dichte von 100 km Europamuseen zu bauen? Wer sollte sie besuchen? Das »Bauhaus Europa« macht in der bisher vorgestellten Konzeption angesichts des Musée de l‘Europe überhaupt keinen Sinn. Deswegen fordern wir Sie auf, das Projekt jetzt, sofort zu stoppen, noch bevor weitere Gelder dafür unnütz verschwendet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Darius Dunker
für die Bürgerinitiative »Bauhaus Europa? Nein Danke!«

Montag, 16. Januar 2006

Zeigt her eure Füße

Fernsehserien wie CSI sind wahrscheinlich auch deshalb relativ beliebt, weil sie das Handwerkliche der Ermittlungsarbeit betonen und dabei einen Eindruck von Realitätsnähe vermitteln wollen. Und bei so mancher Recherche gelingt es dann sogar, allgemeine Erkenntnisse zu vermitteln, die über den Zusammenhang des gespielten Kriminalfalls weit hinausweisen. Vor zwei Wochen etwa (genauer: am 4.1.) wusste eine Ermittlerin angesichts eines Knochenfundes zu berichten:

»Füße von Schweinen oder Schafen sind nicht viel anders als unsere.«

Es soll Menschen geben, die ihre eigenen Füße nur selten sehen. Mag sein, dass diese sich auch für Paarhufer halten…

Donnerstag, 22. Dezember 2005

Kalender wegwerfen

Darius 22.26 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser Welt

Schon der zweite Fall eines Raum-Zeit-Lochs innerhalb weniger Tage.

Am 15. 12. hatte ich Fotoprints bei dm-Digifoto online aufgegeben. Kurz nach Mitternacht erhielt ich die »Eingangsbestätigung«:

vielen Dank für Ihre Bestellung bei dm-drogerie markt. Die Bearbeitung wird je nach Bestellung 2-5 Arbeitstage in Anspruch nehmen.

Heute (22. 12.) erhielt ich die »Auftragsbestätigung«:

ihr Auftrag […] wurde produziert und ist in ca. 2 Tagen […] abholbereit

Jetzt könnte ich natürlich langsam unruhig werden, ob die Abzüge denn vor Weihnachten wirklich im Laden sind. Ich bin aber ganz gelassen. Die Bilder habe ich nämlich schon gestern im Laden abgeholt.

(Unterdessen erzählt mir jemand, dass selbst für Bestellungen, die gut eine Woche vor meiner aufgegeben wurden, erst heute abend die Bestätigungen von dm verschickt wurden. Auch diese, obwohl seit einer Woche abholbereit, sollen laut dieser E-Mail erst »in ca. 2 Tagen« so weit sein. Offenbar hat dm seit einer Woche oder länger keine Auftragsbestätigungsmails versandt. Da wird wohl so mancher wirklich langsam ungeduldig…)

Donnerstag, 8. Dezember 2005

Stolberg, Rheinland

Darius 13.53 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser Welt

Wenn ich mal wieder mit einem der unendlich langsamen und viel zu oft haltenden Nahverkehrszüge von Köln nach Aachen fahre, ist einziger Höhepunkt eine Ansage, die eine eigentümliche und mitten im Bahnbetrieb unerwartete Rhythmik besitzt: »Stolberg … Rheinland … Hauptbahnhof«. (Dabei ist die Stimme bei den Silben »Stol-« und »Rhein-« ganz tief zu senken, bei »-berg« und »-land« stark zu heben, während »Hauptbahnhof« auf den ersten zwei Silben hoch, dann aber bei der letzten gesenkt zu sprechen ist.)

Michael Wildenhain
Michael Wildenhain

Neulich war im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen einer meiner Lieblingsautoren, Michael Wildenhain aus Berlin, in Aachen, um aus seinem spannenden Jugendroman »Die Schwestern« zu lesen. Als derjenige, der Programmheft und Webseiten zu den Kinder- und Jugenbuchwochen gestaltet hatte, hatte ich Gelegenheit, beim Mittagessen mit dem Autor zu plaudern. Ich erzählte, dass ich im Anschluss an seinen Roman »Prinzenbad« auch einige der darin zitierten Werke anderer Autoren gelesen hatte (z.B. Becketts Molloy, Braschs Kargo).
Ob ich denn das – wie »Prinzenbad« noch im alten Berliner Rotbuch-Verlag erschienene – Erstlingswerk von Dietmar Sous gelesen hätte, fragte Michael Wildenhain, der sei doch hier aus der Gegend. Er jedenfalls habe den Roman damals sehr beachtlich gefunden.
Recht kurze Zeit später war ich auf dem Kongress »Kapitalismus reloaded« in Berlin, traf bei dieser Gelegenheit jedoch nicht Michael Wildenhain, sondern unerwartet auf einem antiquarischen Büchertisch ebenjenes Rotbuch von Dietmar Sous: »Glasdreck«. Es ist, trotz inzwischen arg vergilbter Seiten, auch fast ein Vierteljahrhundert später noch wunderbar zu lesen, und für jemanden, der Dörfer Stolbergs sehen kann, wenn er aus dem Fenster schaut, wird die Geschichte besonders lebendig, die in einem von diesen Dörfern spielt und fast genausogut in jenem Haus wenige Kilometer entfernt sich abgespielt haben könnte, in dem ich wohne.

Brunno drehte vollends durch; klatschnaß wirbelte die Mähne, ekstatisch; das Parkett stampfte Kanonendonner – und alle Scheinwerfer auf Brunno! Dann … erfroren seine Finger. Er strampelte, doch zur Erde zurückzukehren und festen Boden zu spüren, gelang ihm nicht … Nackt, im grellen Licht vom Schatten der alten Mölldärs ausradiert, die Haare triefend, ebenso die Jacke des Schlafanzugs; und der Stoff der gestreiften Hose zehn Zentimeter oberhalb des rechten Knies abgewetzt, dünn und löchrig vom spitzen Nagel des gitarrezupfenden Daumens.
»Saarens, hastu seä noch all?«, murmelte die Alte entgeistert. »Maach bluhss datt Radio uhss unn schloff, duh Jeck! Moareje bästä wärrem zeä möh vö ze weerekeä!«
Ratlos beugte sie den Kopf: »Datt kütt alläs vvann dieh lang Hoare!«

Von der alten Frau, die einst hier im Haus wohnte, habe ich, als Kind westfälischer Eltern damals im Nachbarhaus wohnend, leider fast nie einen Satz verstanden. Behalten habe ich aber, dass sie in der Lage war, meinen Namen auf der letzten Silbe zu betonen. Wann immer ein Latein- oder Geschichtsbeflissener meinte, mich belehren zu müssen, mein Vorname werde nicht auf der ersten, sondern der zweiten Silbe betont, verwies ich darauf, ich sei aber nach dem – übrigens »wie ich« in Aix geborenen – Darius Milhaud benannt und dem Französischen entprechend auf dem ü bzw. u zu betonen, wie es eben nur jene alte Nachbarin tat, die die schöne westrheinische Sprache verwendete, deren Melodie ans Französische anklingt.

Freitag, 2. Dezember 2005

Weg der Bockigen

Darius 15.47 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser Welt

Vor wenigen Tagen erst hatte ich auf folgende reizende Passage aus Stefan Beuses Roman »Kometen« hingewiesen:

In der Zeitung stand letztens was von einem belgischen Serienkiller, der seine Opfer zerstückelt und die Leichenteile in blauen Plastiktüten an Straßen mit symbolischen Namen verteilt. Die Orte, an denen er die abgeschlagenen Körperteile deponierte, hießen zum Beispiel

Montag, 21. November 2005

Bräunen nach Zahlen

Darius 1.33 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser Welt

»Verschwörung der Frauen« ist ein Klassiker unter den Filmen Peter Greenaways. Der Originaltitel lautet »Drowning by Numbers«, aber »Ersäufen nach Zahlen« schien dem deutschen Verleih wohl zu kurios. Schade, denn bereits in Greenaways frühen Kurzfilmen spielen Zahlen eine wichtige Rolle, etwa in »Windows«, und »Ersäufen nach Zahlen« klingt etwa so, wie der Film dann auch ist, während »Verschwörung der Frauen« nach einem Reißer sondergleichen klingt. Diese Erkenntnis ist ein alter Hut, aber anlässlich meiner Lektüre von Stefan Beuses Roman »Kometen« wollte ich das mal loswerden. Eine Romanfigur besitzt nämlich wie ich den Soundtrack zum Film:

Wozu brauchst du denn einen Unternehmensberater, du Hochstapler, hätte Leitner am liebsten gesagt. Abgesehen davon haßte er Leute, die ihm die Hand auf die Schulter legten, aber letztlich hatte er sich jeden Kommentar verkniffen. Er war ohnehin zu müde dazu, außerdem hatte er sein Honorar anstandslos genehmigt bekommen. Auch sein Auftritt letzte Nacht schien unbemerkt geblieben. Dominguez, jedenfalls, verlor kein Wort darüber; Leitner hatte sogar den Eindruck, daß er dankbar war, nicht von der Party sprechen zu müssen, und als er endlich wieder im Auto saß, hatte er die Geschichte selbst fast vergessen. Er legte Browning by Numbers von Michael Nyman in den CD-Wechsler, umfaßte das Lenkrad mit beiden Händen und drückte kurz zu.

Wer immer diesen Fehler (mindestens in der BLT-Ausgabe, 1. Auflage) zu verantworten hat, war wohl in Gedanken wieder beim Malen nach Zahlen (auf das Greenaway sicher anspielte, aber eben nur das), doch mit nur einer Farbe.
Da ich das Buch nun schon gerade zur Hand genommen habe, möchte ich auch folgende nette Passage nicht vorenthalten:

Am anderen Ufer der Mündung steht ein Fischer und wirft seine Angel aus. Er trägt eine grüne Tarnjacke und hat einen Eimer neben sich stehen. Ich stelle mir vor, daß er ein Mörder ist. In der Zeitung stand letztens was von einem belgischen Serienkiller, der seine Opfer zerstückelt und die Leichenteile in blauen Plastiktüten an Straßen mit symbolischen Namen verteilt. Die Orte, an denen er die abgeschlagenen Körperteile deponierte, hießen zum Beispiel »Weg der Einsamkeit«, »Fluß des Hasses« oder »Straße des Abfalls«. Ich würde mich gern mit diesem Mörder über das belgische Verständnis von Poesie unterhalten.

Zweifellos hätte die Geschichte auch Greenaway fasziniert.

Samstag, 19. November 2005

Gewählt

Darius 15.46 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser WeltWas geht ab

Der Journalist Michael Klarmann berichtet über meine Wahl zum WASG-Sprecher:

… wie getippt, hat sich am Donnerstag abend zumindest schon einmal der WASG-Ortsverband Aachen formiert. Knapp vierzig Mitglieder haben der konstituierenden Sitzung laut Partei beigewohnt. Neben der Verabschiedung der Satzung sei die Wahl des Vorstands gefolgt. Sprecher

Donnerstag, 3. Februar 2005

Rätsel über Rätsel

Darius 14.42 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser Welt

Die Jüdische Allgemeine bietet stets auf der letzten Seite ein kleines Quiz, das durch doppelte Rätselhaftigkeit fasziniert. Vordergründig wird eine Frage zum jüdischen Brauchtum gestellt, in der heutigen Ausgabe beispielsweise:

Wie werden die Gegenstände bezeichnet, die man an Schabbat nicht berühren darf, weil sie der Arbeit dienen?
A) muktsa
B) treife
C) derech eretz
D) demai

Das Rätsel hinter dem Rätsel ist aber wesentlich geheimnisvoller. Wer die Antwort weiß, wird nämlich aufgefordert, bis zu einem genannten Einsendeschluss eine Postkarte mit dieser an die Redaktion zu senden. In der folgenden Ausgabe wird stets die Auflösung der letzten Quizfrage genannt. Ich warte aber seit Monaten darauf, dass einmal das Geheimnis gelüftet wird, was mit den eingesandten Postkarten geschieht. Zu gewinnen gibt es nämlich anscheinend nichts, und es wird auch keiner der richtigen Einsender in der folgenden Ausgabe genannt. Mysteriös. Ich werde wohl selbst eine Postkarte einsenden müssen, um diesem babuschkaartigen Rätsel auf die Spur zu kommen. Wenn ich bloß die Quizfrage beantworten könnte…