Samstag, 31. Dezember 2005

Geistige Grausamkeit

Darius 15.13 Uhr Filed under: Opium des Volkes

PETA, die lustige Tierschutzorganisation, die seit ihrer Kampagne »mit Bodyismus für die Rechte von Tieren« weltweit bekannt geworden ist, hat mal wieder was neues ausgeheckt. Keine Sorge, diesmal werden nicht wieder KZs mit Hühnerställen gleichgesetzt, diesmal hat nur ein armer Irrer aus den USA seinen Namen ändern lassen. Ein gewisser Chris G. heißt, wenn man Spiegel Online glauben darf, fortan KentuckyFriedCruelty.com, zu Deutsch: Kentucky-frittierte Grausamkeit (kommerziell). Zugegebener Maßen veranschaulicht diese Aktion recht beeindruckend, wohin schlechte Haltungsbedingungen bei Zweibeinern mit und ohne Flügel führen können.

(Nur damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Der Autor dieser Zeilen ist seit fast 20 Jahren Vegetarier.)

Mittwoch, 28. Dezember 2005

Sparen im ÖPNV auf Kosten der Sicherheit

Darius 15.35 Uhr Filed under: Segnungen des KapitalismusWas geht ab

Wer dieser Tage mit seinem Fahrzeug im Schnee noch mit Sommerreifen unterwegs ist, stößt bei den meisten Menschen auf wenig Verständnis. Vor wenigen Tagen erst hat der Bundesrat beschlossen, dass die Straßenverkehrsordnung künftig den Witterungsverhältnissen angepasste Bereifung vorschreiben soll. »Wer auf Winterreifen verzichten will, muss sein Auto bei widrigen Straßenverhältnissen stehenlassen und auf Bus und Bahn umsteigen«, hatte Bundesverkehrsminister Tiefensee kurz vor Weihnachten erklärt. Was wohl weder er noch die wenigsten Fahrgäste wissen: Die Busse im öffentlichen Nahverkehr sind oft selbst ohne Winterreifen unterwegs.
Darius Dunker, Sprecher der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) in der Stadt Aachen kritisiert dieses Sparen an der Sicherheit: »Auch die Aachener ASEAG schickt aus Kostengründen ihre Fahrzeuge mit Sommerreifen auf die verschneiten und glatten Straßen.« Den Fahrgästen bleibe kaum verborgen, dass die Busse beispielsweise in den meist verschneiten Haltebuchten den Wartenden entgegen schlittern und nur mit Mühe zum Stehen kommen. Auf ungeräumten Straßen, insbesondere in den Außenbezirken, sieht es nicht anders aus. Dass ein Bus bei dem Versuch, an einer Kreuzung zu halten, einen ganzen Meter zur Seite rutscht, kommt durchaus vor.
»Wir stehen doch mit einem Bein im Gefängnis«, zitiert Dunker einen Busfahrer der ASEAG. Er könne seine Fahrt von Breinig bis Vaals auf Sommerreifen eigentlich nicht mehr verantworten, sehe sich aber gezwungen, trotzdem zu
fahren. Einzelne Fahrer sollen sich bereits geweigert haben, die zugeteilten Gelenkbusse zu fahren, die auf glatter Fahrbahn nicht mehr zu kontrollieren seien.
Hier sei auch OB Jürgen Linden in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der ASEAG gefragt. »Öffentlicher Nahverkehr ist eine kommunale Aufgabe, die nicht einfach dem freien Spiel des Marktes überlassen werden darf, nach dem Motto: wer am besten an Sicherheit und Löhnen spart, macht die Fahrt«, meint Dunker. »Es kann nicht sein, dass aus Kostengründen die Sicherheit auf Aachens Straßen aufs Spiel gesetzt wird und die Beschäftigten der Verkehrsunternehmen dafür den Kopf herhalten müssen.« Er hätte großes Verständnis, wenn diese das Risiko nicht weiter auf sich nähmen und womöglich erneut streikten, so der WASG-Sprecher.

Dienstag, 27. Dezember 2005

Zufälle aber auch

Darius 15.04 Uhr Filed under: MedienschelteSegnungen des Kapitalismus

Vor ein paar Tagen beklagte ich mich (und die arme Frau am Telefon bekam meinen ganzen Ärger ab), dass die Werbezeitungen »Supersonntag« und »Supermittwoch« entgegen meinem vielfach bekundeten Willen doch immer wieder in meinem Briefkasten landen.

Unterdessen hat ein gewisser »Alfons« einen Kommentar in mein Weblog geschrieben, dass er die Zeitungen so toll finde und allein durch intensives Studium der Werbebeilagen so viel Geld spare. Deshalb rufe seine Frau auch immer gleich beim Zustelldienst an, wenn sie in ihrem Briefkasten das ersehnte Papierbündel nicht zweimal wöchentlich vorfinde.

Es kommt ja durchaus öfter mal vor, dass jemand die E-Mail-Adresse des Ehegatten mitbenutzt. Alfons aber benutzt eine E-Mail-Adresse eines großen E-Mail-Anbieters mit dem lokalen Bestandteil »friedhelmeb«. Ist Friedhelm also die Werbeblätter herbeisehnende Gattin? Nun, es geht mich sicher nichts an, ob Alfons‹ Gattin Friedhelm oder Frieda ist.

Ein bizarrer Zufall aber ist, dass ausgerechnet bei Eschweiler Nachrichten/Zeitung, die wie die Superblätter zum Zeitungsverlag Aachen gehören, ein Friedhelm E.-B. die Lokalredaktion leitet. EN/EZ und die Anzeigenannahme der Anzeigenblätter haben sogar die gleiche Adresse (wie im übrigen auch die Hauptsitze in Aachen). Und beziehen die Anzeigenblätter ihre Artikel, die fast nie ihre Verfasser erkennen lassen, nicht aus den Redaktionen von »Nachrichten« und »Zeitung«? Dann also erscheint so mancher Beitrag von Friedhelm E.-B. wohl auch in den Superblättern, die jener »Alfons« mit der E-Mail-Adresse »friedhelmeb@…« so vehement verteidigt.

Wenn man jetzt annähme – völlig abwegig natürlich –, Redakteur Friedhelm E.-B. und »friedhelmeb« alias »Alfons« wären dieselbe Person, wäre das Bekenntnis allerdings amüsant, dass er auch (immerhin) 50-90% von Supersonntag und -mittwoch wegwerfe, und nicht etwa auf den redaktionellen Teil (dem ich in meinem Text eine gewisse Berechtigung zugestanden hatte) Wert lege, sondern auf die Sonderangebots-Beilagen.

Donnerstag, 22. Dezember 2005

Kalender wegwerfen

Darius 22.26 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser Welt

Schon der zweite Fall eines Raum-Zeit-Lochs innerhalb weniger Tage.

Am 15. 12. hatte ich Fotoprints bei dm-Digifoto online aufgegeben. Kurz nach Mitternacht erhielt ich die »Eingangsbestätigung«:

vielen Dank für Ihre Bestellung bei dm-drogerie markt. Die Bearbeitung wird je nach Bestellung 2-5 Arbeitstage in Anspruch nehmen.

Heute (22. 12.) erhielt ich die »Auftragsbestätigung«:

ihr Auftrag […] wurde produziert und ist in ca. 2 Tagen […] abholbereit

Jetzt könnte ich natürlich langsam unruhig werden, ob die Abzüge denn vor Weihnachten wirklich im Laden sind. Ich bin aber ganz gelassen. Die Bilder habe ich nämlich schon gestern im Laden abgeholt.

(Unterdessen erzählt mir jemand, dass selbst für Bestellungen, die gut eine Woche vor meiner aufgegeben wurden, erst heute abend die Bestätigungen von dm verschickt wurden. Auch diese, obwohl seit einer Woche abholbereit, sollen laut dieser E-Mail erst »in ca. 2 Tagen« so weit sein. Offenbar hat dm seit einer Woche oder länger keine Auftragsbestätigungsmails versandt. Da wird wohl so mancher wirklich langsam ungeduldig…)

Dienstag, 20. Dezember 2005

Bastelanleitung: Wechselnde Themes zu Sonnenauf- und -untergang

Darius 16.25 Uhr Filed under: My WebLab

Mein Weblog wechselt zum Sonnenaufgang auf ein helles Design, nach Sonnenuntergang wieder auf ein dunkles (abhängig vom Sonnenstand bei mir). Wer ein bisschen etwas davon versteht, kann es leicht nachbasteln. Vielleicht fühlt sich ja sogar jemand inspiriert, ein Plugin für diese Aufgabe zu schreiben.

Mit PHP5 wäre die Berechnung der Sonnenauf- und -untergangzeiten ein Kinderspiel, denn PHP5 verfügt über die Funktionen date_sunrise() und date_sunset().
In der Online-PHP-Dokumentation hat aber jemand ein Skript veröffentlicht, das die gleiche Aufgabe für PHP4 erfüllt.

Das, was ich von dem Skript brauche, habe ich als kleine PHP-Datei mySuntimes.php in mein Theme-Verzeichnis gelegt und per include() in die header.php meines Themes einbezogen:<?php include get_template_directory().«/mySuntimes.php«; ?>Mein Skript gibt drei Variablen zurück, $myDaytime, $mySunrise und $mySunset. Die erste enthält entweder »day« oder »night«, die anderen beiden die Uhrzeiten des Auf- und des Untergangs. Da das Skript nicht zur Weitergabe gedacht ist, habe ich Längen- und Breitengrad fest vorgegeben.

Das Stylesheet meines Themes habe ich in drei Dateien aufgeteilt: style_day.css enthält ausschließlich die Farbangaben für die helle Variante des Blogs, style_night.css enthält die dunkle Alternative. Alle übrigen Angaben (Größen, Positionen, Schriftarten…) verbleiben in style.css. Die beiden erstgenannten CSS-Dateien enthalten zu Beginn eine Zeile@import "style.css";Damit werden die Angaben aus style.css in die beiden anderen CSS-Dateien jeweils einbezogen.

In der Datei header.php meines Themes wird je nach Tageszeit das eine Stylesheet eingestellt und das andere mit dem Zusatz »alternate« versehen. Im <head>-Bereich des Seitencodes steht also:<link rel="<?php if ($myDaytime==«night«) echo 'alternate '; ?>stylesheet« href=«http://url_of_my_theme/style_day.css« type=«text/css« media=«screen, projection« title=«Tag« />
<link rel=«<?php if ($myDaytime==«day«) echo 'alternate '; ?>stylesheet« href=«http://url_of_my_theme/style_night.css« type=«text/css« media=«screen, projection« title=«Nacht« />
Außerdem wird ein JavaScript eingefügt, das es den Seitenbesuchern erlaubt, das Theme per Mausklick wieder zu ändern:[...]
<?php wp_head();?>
<script type=«text/javascript«>
function CSSSelect(title) {
var i, a, main;
for(i=0; (a = document.getElementsByTagName(«link«)[i]); i++) {
if(a.getAttribute(«rel«).indexOf(«style«) != -1 && a.getAttribute(«title«)) {
a.disabled = true;
if(a.getAttribute(«title«) == title) a.disabled = false;
}
}
}
</script>
</head>
Damit dieses Skript aufgerufen werden kann, werden außerdem an geeigneter Stelle zwei kleine Grafiken, day.gif und night.gif angezeigt, die angeklickt werden können, um das Stylesheet zu wechseln:<body>
[…]
<div id=«DayNight«>
<img id=«day« xsrc=«http://url_of_my_theme/day.gif« width=«16″ height=«16″ alt=«Tag« title=«Sonnenaufgang <?php echo $mySunrise; ?> Uhr« onclick=«CSSSelect(‹Tag‹);return false;« />
<img id=«night« xsrc=«http://url_of_my_theme/night.gif« width=«16″ height=«16″ alt=«Nacht« title=«Sonnenuntergang <?php echo $mySunset; ?> Uhr« onclick=«CSSSelect(‹Nacht‹);return false;« />
</div>
[…]

Zur Positionierung (bitte Koordinaten nach eigenem Bedarf anpassen) der beiden Grafiken day.gif und night.gif wird style.css ergänzt:#DayNight { position: relative; top:110px; left:170px; z-index:10 }
img#night { padding: 2px; border: solid 1px }
img#day { padding: 2px; border: solid 1px; margin-right: 10px }

Außerdem soll das Symbol des jeweils aktiven Themes anders markiert werden als das andere. Deshalb enthält style_day.css z.B. folgende Angaben:img#night { background-color: black; border-color: #444 }
img#day { background-color: black; border-color: #a0a0a0 }
img#night:hover { border: solid 1px red; cursor: pointer; background-color: #444 }
und style_night.css enthält:img#day { background-color: black; border-color: #444 }
img#night { background-color: black; border-color: #a0a0a0 }
img#day:hover { border: solid 1px red; cursor: pointer; background-color: #444 }

Also, wie gesagt, das ist nur eine Bastelanleitung zum Selbertüfteln. Ich biete keinen Rundum-Support und keine Komplettlösung, aber wer etwas davon versteht, soll diese Anregung gerne aufgreifen und/oder weiterentwickeln. (Achtung: in obigen Code-Schnippseln sind u.U. falsche Anführungszeichen wiedergegeben.)

Weihnachten (üb)erleben

Darius 3.17 Uhr Filed under: Segnungen des Kapitalismus

Während allerorten Industrie und Handel in der Vorweihnachtszeit auf die besonders großen Umsätze hoffen, gibt es eine Gewerkschaft, die dazu aufruft, gerade jetzt die Produkte nicht zu kaufen, die in den Betrieben produziert werden, aus denen ihre Mitglieder kommen. Das klingt paradox, nur manch dumpfer Neoliberale wird sich bestätigt fühlen, dass Gewerkschaften Arbeitsplätze gefährdeten. Doch diese GewerkschafterInnen wissen genau, was sie tun. Und ihr Anliegen ist ernst, toternst.
Vivamos esta navidadUnter dem Motto Vivamos esta navidad – sin Coca Cola (ich kann kein Spanisch, vermute aber, es heißt »Lasst uns diese Weihnachten leben – ohne Coca Cola«) ruft die kolumbianische Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal dazu auf, die Produkte des Coca-Cola-Konzerns zu boykottieren.
Als ich die Website von Sinaltrainal das erste Mal sah, stieß ich dort auf eines der bewegendsten Dokumente des Internets. Man könnte sich darüber auslassen, dass die Website nicht gerade zu den elegantest gestalteten gehört. Doch auch mit meinen geringen Spanischkenntnissen fiel mir ein Menüpunkt auf, den so keine deutsche Gewerkschaftshomepage hat: Nuestros martíres (»unsere Märtyrer«).
Killer CokeAllein diese Seite nennt 20 Gewerkschafter, die ermordet wurden. Kolumbien ist das Land, in dem mit Abstand am meisten GewerkschafterInnen ermordet werden (etwa hundert in jedem Jahr), und die Firmen, bei denen gewerkschaftliche Organisierung mörderisch bekämpft wird, gehören z.B. Coca Cola und Nestlé. Deshalb: lasst uns diese Weihnachten erleben – ohne Coca Cola!

(Mehr zu diesem Thema bei LabourNet Germany.)

Montag, 19. Dezember 2005

Nicht so Super, der Sonntag (und Mittwoch)

Darius 11.49 Uhr Filed under: MedienschelteSegnungen des Kapitalismus

Eigentlich habe ich ja nichts gegen Werbezeitungen. Immerhin werden so wenigstens ein paar lokale Nachrichten an Haushalte gelangen, die sich eine zu bezahlende Zeitung nicht leisten wollen oder – heute mehr denn je – nicht leisten können.
Es sollte aber auch möglich sein, sie nicht zu bekommen, wenn man auf eine Zeitung aus 95% Reklame verzichten will. Was der Aachener Zeitungsverlag sich mit »Supersonntag« und »Supermittwoch« zweimal pro Woche erlaubt, finde ich ziemlich ärgerlich. Wie mir inzwischen mehrfach von der Hotline des »Zustelldienstes« erklärt wurde, werden die Austräger der dicken Reklamepakete ausdrücklich angewiesen, keine Rücksicht zu nehmen auf Schilder an Briefkästen, die den Reklameeinwurf verbieten, auch nicht, wenn ausdrücklich die beiden »Super«-Blätter genannt werden. Um sie loszuwerden gebe es nur den Weg, sich direkt an den Vertrieb zu wenden und sich dort auf die Liste der Reklameverweigerer setzen zu lassen. Unsympathischer Weise ist im Impressum dieser »Zeitungen« gerade für den Vertrieb auch keine Telefonnummer im Ortsnetz angegeben, sondern eine 0180er-Nummer. Ich finde es schon ziemlich lästig, mir diese Nummer im Altpapier heraussuchen zu müssen, obwohl doch an meinem Briefkasten steht, dass ich die Zeitungen nicht erhalten möchte. Wenn es denn mit einem Mal getan wäre. Leider musste ich diese Nummer in den letzten fünf Jahren bestimmt schon zehnmal anrufen, weil alles halbe Jahr – vielleicht nachdem der Zusteller gewechselt hatte – mein Briefkasten doch wieder regelmäßig zweimal pro Woche mit den Reklamen zugestopft wurde.
Wie auch heute, wurde mir ab ca. dem dritten Anruf jedesmal mitgeteilt, dass ich ja recht habe, dass in der Tat ein »Zustellverbot« für meine Adresse im Computer vermerkt sei, dass der Austräger das aber wissen müsse, dass dessen Vorgesetzter ihm das nochmal sagen werde, dass das nur ein Versehen sein könne und nicht weiter vorkomme…
Mein Einwand, dass es damit offenbar nicht getan ist, und dass es auch nicht allein am Zusteller liegen könne, denn der habe sicher in den letzten Jahren gelegentlich gewechselt, aber die Probleme habe es, seit ich hier wohne, immer wieder gegeben, interessiert die Dame an der Hotline natürlich nicht.
Sie meint nur, sie wisse nicht, warum ich »so böse« sei, sie werde ja alles veranlassen. Mag sein, dass sie selbst glaubt, damit sei es erledigt. Ich hingegen bin mir fast sicher, dass schon morgen der »Supermittwoch« in meinem Briefkasten liegen wird, weil sooo schnell ja dann doch nicht alles geht. Und dann habe ich vielleicht erstmal für ein halbes Jahr Ruhe.
Meiner Meinung nach findet diese permanente Belästigung auch schon in der rechtlichen Grauzone statt, denn im Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG) heißt es:

§ 7
Unzumutbare Belästigungen
(1) Unlauter im Sinne von § 3 handelt, wer einen Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt.
(2) Eine unzumutbare Belästigung ist insbesondere anzunehmen
1. bei einer Werbung, obwohl erkennbar ist, dass der Empfänger diese Werbung nicht wünscht;

Ich finde, der Hinweis »Reklameeinwurf, insbesondere ›Supersonntag‹ und ›Supermittwoch‹, verboten« an meinem Briefkasten ist eindeutig. Von den regelmäßig nötigen Anrufen ganz zu schweigen.
Jedenfalls habe ich von meinen Überlegung, endlich wieder eine der Tageszeitungen (Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung) aus dem gleichen Verlag zu abonnieren, vorerst Abstand genommen.

Hier der Service-Teil:

  • »Zustellverbot« für Supersonntag und -mittwoch mitteilen unter Telefon 0180-1001600 (4,6ct/Min)
  • oder Beschwerden direkt loswerden unter info@supersonntag.de
  • oder über das Reklamationsformular (Aber genau aufpassen! Nicht versehentlich das Feld »Ich habe keine Zeitung erhalten am/seit« ausfüllen, sondern unten das Feld für Anmerkungen. Ein Feld »Ich möchte keine Zeitung mehr erhalten ab« gibt es bezeichnender Weise nicht.)

Intypo Plugin is WordPress 2 compatible

Darius 10.42 Uhr Filed under: Intypo

I have not tested it yet, but somebody else has added my Intypo plugin to Matt’s list of WP 2 plugin compatibility, so probably it will work with the upcoming WordPress version.

Update: This blog is now running WordPress 2.0 with the Intypo plugin.

Freitag, 9. Dezember 2005

Neue Linke in der Aachener Linkspartei

Darius 18.46 Uhr Filed under: Was geht ab

Nach der WASG hat gestern auch die Linkspartei der »StädteRegion Aachen« ihren Vorstand neu gewählt. Andreas Müller wurde mit 10 Stimmen im Amt bestätigt. Alban Werner, ehemaliger Sprecher der Jusos Stolberg, hatte sich spontan zu einer Gegenkandidatur entschlossen, nachdem die Mitgliederversammlung es im Einklang mit Andreas Müller abgelehnt hatte, den Aachener Appell auch nur zu diskutieren. Alban erhielt dabei immerhin halb so viele Stimmen wie Amtsinhaber und Ratsherr Müller. Später wurde er als einer der vielen Beisitzer gewählt. Mit ihm sind darunter mit Marco Hennigs, der bis vor kurzem noch (wie ich früher einmal) Landessprecher der Juso-Hochschulgruppen war, und Lasse Klopstein insgesamt drei Mitglieder des Projekts Neue Linke. Damit ist zu hoffen, dass der Einigungsprozess der beiden Parteien nun vor Ort eine realistische Chance erhält, auch wenn die Versammlung der Linkspartei von starkem Misstrauen gegenüber Doppelmitgliedern und einigen Spitzen des Vorsitzenden gegen die WASG geprägt war. Großen Wert legte der Vorsitzende beispielsweise auf die strenge Frauenquote, die nicht so lasch wie die der WASG sei. Da man allerdings selbst keine einzige Frau zur Versammlung hatte bewegen können, wurde diese strenge Quote später per Beschluss kurzerhand ausgesetzt.

Westerwelle im Raum-Zeit-Loch?

Darius 17.30 Uhr Filed under: Opium des Volkes

Mit einer klaren Absage an so genannte Jamaika-Koalitionen geht FDP-Chef Guido Westerwelle in die Klausurtagung des Parteivorstandes am Montag.

meldet die Rheinische Post. Meines Wissens ist die Koalitionsfrage längst geklärt. Wenn ich richtig informiert bin, hat sich eine sogenannte Große Koalition gebildet. Wer unbedingt will, mag sie meinetwegen auch Angola-Koalition nennen, aber dass die FDP daran beteiligt würde, ist ja wohl erstmal vom Tisch. Aber gut, wenn man sonst nichts Wichtiges zu besprechen hat, mag man sich unterhalten über Koalitionen, die man womöglich auch nicht eingangen wäre, selbst wenn die anderen gewollt hätten, die nicht gewollt hatten.