Mittwoch, 29. Dezember 2010

Werbesprech versus Bürokratendeutsch

Darius 23.52 Uhr Filed under: Alles gesagtSegnungen des Kapitalismus

Ein Klitzekleinwenig zustimmen möchte ich dem, dass die DB besonders exzessiv und oft unnötig kompliziert mit Anglizismen arbeitet. Service Points finde ich im Bahnhof z.B. quatsch, und Fahrkarte zu sagen finde ich nicht unpraktischer als Ticket. Allerdings ist ja schon zu hören, dass Ramsauer Anglizismen durch Bürokratiedeutsch ersetzen wolle, also Fahrschein, obwohl fast alle Leute Fahrkarte sagen.

Was besonders daran nervt, ist dass diese Anglizismen ja nicht aus kosmopolitischer Haltung kommen, sondern aus dem Dummsprech der Marketingabteilungen. Beim Schlagabtausch zwischen Marketingphrasen der DB AG und dem Bürokratenteutsch des CSU-Ministers treffen zwei Konzepte verarmter Sprache aufeinander, von denen man keinem Erfolge wünscht.

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