Donnerstag, 2. Dezember 2010

Wikileaks – oder: wer hat eigentlich die Lücke im System?

Darius 1.58 Uhr Filed under: Geheimnisse dieser Welt

Wer am Montag den ARD-Brennpunkt zu den neuesten „geleakten“ Dokumenten von Wikileaks geschaut hat, bekam eine Lehrstunde zu sehen, wie braver Journalismus hierzulande auszusehen hat. Über die Inhalte der veröffentlichten Dokumente war kaum mehr als das zu erfahren, was beim „Spiegel“ auf dem bloßen Titelblatt stand. In aller Breite aber wurde über den großen Skandal berichtet, dass da Dokumente öffentlich geworden seien, die nicht für unsere Augen und Ohren bestimmt waren. Stimmen kamen zu Wort, die die Betreiber von Wikileaks unwidersprochen als „böswillige Akteure“ diffamierten. Die Marschrichtung hatte Tags zuvor die Politik vorgegeben. Grünen-Chef Cem Özdemir verstieg sich im ZDF zu der Behauptung, Wikileaks hätte „eine Grenze überschritten, die unserer Demokratie insgesamt nicht gut tut« (taz)

In Kanada witzelte gar ein konservativer Vordenker und ehemaliger Berater des Premierministers öffentlich, Wikileaks-Gründer Julian Assange „sollte ermordet werden.“ (“Assange should be assassinated.

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