Samstag, 2. September 2006

Neues aus der Tierwelt

Darius 1.13 Uhr Filed under: MedienschelteNatur und so

Normalerweise interessiert mich herzlich wenig, worüber man sich in der Welt der Fleischesser mal wieder aufregt. Etwas seltsam fand ich aber doch, als vorhin im Radio von »Döner- und Entenfleisch« die Rede war. Auch ein bekanntes Nachrichtenportal berichtet:

Dort [in München] hatten gestern und heute Morgen die Fahnder der Soko »Kühlhaus« bis zu 70 Tonnen Döner- und Entenfleisch sichergestellt. Deren Mindesthaltbarkeitsdatum war teils um vier Jahre überschritten. Von den ersten 20 begutachteten Proben waren 17 auffällig. »Sie waren ranzig, muffig, alt und fremdartig, erschienen grünlich und Ekel erregend«, so ein Behördensprecher. Ob das vergammelte Fleisch auch gesundheitsgefährlich ist, sollen mikrobiologische Analysen bis Mitte nächster Woche erweisen.

Wenn es nach mir ginge, sollten gar keine Enten und Döner zur Fleischproduktion getötet werden.
Die Spiegelleser wollen ja angeblich mehr wissen und sind deshalb bestimmt auch schon alle ganz gespannt auf das schwer vorherzusagene Ergebnis, ob das vier Jahre alte, grünliche, ekelerregende Fleisch eventuell ungesund ist.

1 Kommentar »

  1. Das Dönertier ist das erste Tier, das sich nicht nach seiner Herkunft (Gott, Schöpfung), sondern nach seiner Bestimmung (Döner, Bude) definiert und damit das erste Geschöpf der postreligiösen Zeit.
    Oke, das Dönertier ist also »ranzig« und »muffig« – soll man es deshalb zur Witzfigur machen? Und sind »alt« und »fremdartig« für bayrische behörden tatsächlich synonyme für »grünlich« und »Ekel erregend«?
    Mein Ekel jedenfalls hat der ungenannte bayrische Behördensprecher und offensichtlich vorurteilsbeladene Dönerfeindtier sowie Xenophob erregt, und gerne würde ich ihn einmal mikrobiologisch analysieren!

    — Comment by thåden am Sonntag, 3. September 2006 um 17.46 Uhr

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

Leave a comment