Mittwoch, 22. März 2006

WASG Aachen unterstützt weiterhin den Streik im öffentlichen Dienst

Darius 16.37 Uhr Filed under: Was geht ab

Die WASG Aachen unterstützt weiterhin entschieden den Streik der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und bittet die Bevölkerung um Unterstützung der Streikenden. »Für die Länge des Streiks ist die Bunkermentalität der Arbeitgeber verantwortlich, nicht die Kolleginnen und Kollegen von Verdi«, so Darius Dunker, Sprecher der WASG Stadt Aachen. »Wenn sich Möllring und Linssen mit dieser harten Haltung durchsetzen, werden auch die Beschäftigten in der Privatwirtschaft unter dem Druck von Arbeitszeitverlängerung und weiteren Stellenstreichungen stehen.«
Insbesondere die Beschäftigten am Aachener Klinikum brauchen weiter die Unterstützung der Öffentlichkeit. Als skandalös bezeichnete UWG-Ratsherr Horst Schnitzler, gleichzeitig Mitglied des Stadtvorstandes der WASG, die Äußerung von Oberbürgermeister Linden. Dieser habe laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Beschäftigten des Klinikums das demokratisch legitimierte Recht auf Gegenwehr abgesprochen. »Auch Krankenhausbeschäftigte müssen das Recht haben, sich gegen Diktate und Willkür zu wehren, die auch am Aachener Uniklinikum um sich greifen«, vertritt hingegen Ratsherr Schnitzler. Linden hatte zuvor den Streikenden seine Solidarität entzogen, da seiner Meinung nach ein Krankenhaus nicht bestreikt werden dürfe und die städtischen Beamten auch schon länger arbeiten würden. (Vergleiche Verdi.)
Sabine Wählen, Sprecherin des Kreisverbands der WASG und selbst in der Gesundheitsbranche tätig, verweist auf die unsoziale Entwicklung im Gesundheitswesen: »Mit Praxisgebühr, steigender Medikamentenzuzahlung, zunehmender Privatversicherung und Privatisierung der Krankenhäuser wird das Solidarsystem ausgehebelt und Gesundheitsversorgung zur Frage des Geldbeutels. Auch das sollte bei den gegenwärtigen Auseinandersetzungen thematisiert werden. Eine gute Versorgung ist jedoch nur mit motivierten und anständig bezahlten Beschäftigten zu erreichen.«

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