Donnerstag, 7. September 2006

Frau Fenster wechselt die Läden

Schon ein alter Hut ist die Geschichte des Mädchens, dem die Eltern den Namen Pepsi-Carola gaben, um 10.000 Mark Prämie eines bekannten Getränkekonzerns zu ergattern, der am Tag ihrer Geburt mit einem neuen Lizenznehmer auf den norddeutschen Markt drängte.
Nicht weniger obskur ist, dass bei Microsoft eine Sicherheitsspezialistin mit dem Namen Window arbeitete. Leider habe ich bisher nicht herausgefunden, ob ihr Geburtstag der 20. November 1985 ist.
Einmal mehr lässt sich die Geschichte zur die klassischen Pointe fortführen: Von Pepsi-Carola Zimmermann wurde berichtet, dass sie am liebsten Orangensaft trinkt. Window Snyder wechselte nun zur Mozilla Corporation. Nicht nur die Revolution frisst ihre Kinder…

Übrigens betreibt Window ein ganz hübsches Weblog mit recht guten Tierfotos. Von ihrer Keniareise weiß sie außerdem eine Anekdote zu erzählen, die ein wenig literarische Ausgestaltung verdient hätte (für die ich leider auch gerade keine Zeit habe): Window besucht Massai Mara. Beeidruckt vom Tanz einiger Massai fragt die IT-Spezialistin aus Redmond, welchen Zweck der Tanz denn habe. Antwort: Frauen aufzureißen.

Wie das alles zusammenhängt? Schon in den 1970er Jahren hatte Gerhard Seyfried in einer unscheinbaren Karikatur zum Thema »Konsumterror« den ultimativen Slogan präsentiert, auf den sich bis heute die meisten Werbebotschaften reduzieren lassen:

Sauf literweise Rülpsi-Cola und du fühlst dich riesig und hast massenhaft Freundinnen!

1 Kommentar »

  1. uiuiui, das internet. da kommt man von höxchen auf stöxchen, und was lernt man dabei?!
    z.b. folgendes:

    dass seyfried außer altlinken cartoons und comics auch einenroman über den völkermord von (nicht an…) deutschen in namibia geschrieben hat, war mir neu. der roman allerdings ist bei amazon ganz schön schlecht kritisiert worden.
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/382180873X/seyfriedberli-21
    besonders schlecht weg kommt seyfried bei herrn »geschichtsbetrachter«, wohnhaft (angeblich) in windhoek.
    http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/A772SNTG48YXU/ref=cm_cr_auth/303-5090698-9843453?ie=UTF8
    schaut man allerdings auf »alle meine rezensionen« von geschichtsverdreher… äh: -betrachter, gibt es derer nur drei:
    1.) herero von herrn seyfried – gar nicht gut.
    2.) völkermord in deutsch-südwestafrika – auch gar nicht gut, der verriss kann sich praktischerweise auf wortgleiche phrasen wie der seyfried-verriss stützen.
    3.) Völkermord an den Herero in Deutsch-Südwestafrika? Widerlegung einer Lüge – das kommt endlich mal besser an, wird geradezu in den himmel gelobt!
    Leider ist die »überzeugende und gründliche Forrrrschungsarbeit« von claus nordbruch bei amazon nicht mehr lieferbar, aber immerhin bleibt noch seine »offizielle Heimseite«, um sich ein bild über diesen autoren zu verschaffen. wer will, kann die seite sogar in (felerhaftem, aber immerhin) afrikaans betrachten.
    http://www
    und sich dabei so seine gedanken über das coolste aller logos, nämlich gewehr und sdchreibfeder vor eichenlaub machen.

    tststs, das internet. wie dumm wären wir ohne das netz!

    — Comment by thåden am Donnerstag, 7. September 2006 um 21.44 Uhr

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